Google AI Max: Neue A/B-Tests für Search-Kampagnen

Google baut AI Max für Search-Kampagnen weiter aus. Im Google Ads & Commerce Blog hat das Unternehmen am 20. August 2026 neue Test- und Planungstools angekündigt, mit denen Werbetreibende Budgets und ROI-Ziele über mehrere Kampagnen hinweg vergleichen können. Für Unternehmen ist das relevant, weil sich Skalierungsentscheidungen in Google Ads damit strukturierter absichern lassen, statt Budgets nur auf Basis einzelner Kampagnen oder kurzfristiger Performance-Schwankungen zu erhöhen.
Inhaltsverzeichnis
Was Google bei AI Max konkret angekündigt hat
Im Mittelpunkt stehen drei praktische Neuerungen. Erstens erweitert Google die bisherigen AI-Max-Experimente um A/B-Tests, die mehrere Search-Kampagnen in einem Testlauf zusammenfassen. Laut Google können Werbetreibende damit unterschiedliche Budgethöhen und ROI-Ziele gegeneinander testen. Der Rollout dieser Funktion ist für September 2026 angekündigt.
Zweitens gelten neue Möglichkeiten für Konten, die mit Marken- oder Standortsteuerungen arbeiten. Gerade für Unternehmen mit regionalen Anforderungen oder klaren Brand-Guidelines war das bislang ein häufiger Grund, automatisierte Kampagnenfunktionen nur vorsichtig einzusetzen. Google stellt nun in Aussicht, dass AI-Max-Tests auch mit solchen Kontrollen durchgeführt werden können, ohne diese Schutzmechanismen auszuschalten.
Drittens erweitert Google den Google Ads Editor zwar nicht direkt in dieser Meldung, wohl aber den Performance Planner innerhalb von Google Ads. Dort sollen sich Auswirkungen geplanter Gebots- oder Budgetänderungen auf bestehende Kampagnen besser simulieren lassen. Google beschreibt zudem, dass vorgeschlagene Änderungen direkt aus dem Tool in Kampagnen übernommen werden können.
Warum die Entwicklung für Unternehmen relevant ist
Für Marketingteams ist die Meldung vor allem deshalb wichtig, weil AI Max nicht mehr nur als zusätzliche Automatisierungsfunktion erscheint, sondern stärker in operative Entscheidungsprozesse eingebunden wird. Sobald Budgets, Ziel-ROIs und mehrere Search-Kampagnen zusammen getestet werden können, verschiebt sich AI Max in Richtung Steuerungsinstrument für Wachstum und Effizienz.
Das ist besonders relevant für Unternehmen, die größere Suchkampagnen nicht nur auf Conversion-Ebene, sondern auf Portfolio-Ebene führen. Wenn mehrere Kampagnen parallel auf ähnliche Ziele einzahlen, wird es zunehmend wichtiger, Veränderungen nicht isoliert je Kampagne, sondern im Zusammenhang zu bewerten. Genau hier setzt das neue Testmodell an.
Hinzu kommt ein zweiter Punkt: Viele Unternehmen haben Automatisierungsfunktionen bislang nur eingeschränkt genutzt, weil sie keine Abstriche bei Markenbegriffen, regionaler Steuerung oder anderen Guardrails machen wollten. Wenn Google diese Kontrollen nun ausdrücklich in AI-Max-Experimente integriert, sinkt die operative Hürde für einen Test. Das macht die Funktion gerade für KMU, Franchise-Strukturen, mehrsprachige Märkte und B2B-Anbieter mit enger Zielgruppenlogik interessanter.
Wer Budgets in Search bereits aktiv skaliert, sollte die Ankündigung außerdem im Kontext von Forecasting sehen. Unternehmen, die ihre SEA-Kampagnen planen, brauchen vor Budgetentscheidungen belastbare Szenarien. Wenn der Performance Planner Änderungen bei Geboten und Budgetzielen direkter modelliert, verbessert das die Grundlage für Monats- und Quartalsplanung.
Was Marketingteams jetzt prüfen oder tun sollten
1. Kampagnenstruktur für spätere A/B-Tests vorbereiten. Unternehmen sollten jetzt prüfen, welche Search-Kampagnen sich fachlich überhaupt gemeinsam testen lassen. Wer Budgets und ROI-Ziele über mehrere Kampagnen vergleichen will, braucht saubere Zielgruppenlogiken, konsistente Conversion-Ziele und eine klare Trennung zwischen Marken-, Non-Brand- und Regional-Setups.
2. Bestehende Marken- und Standortkontrollen dokumentieren. Die neue Möglichkeit ist vor allem für Accounts relevant, die mit solchen Einschränkungen arbeiten. Marketingverantwortliche sollten festhalten, welche Guardrails heute aktiv sind und welche Kampagnen davon betroffen sind. So lässt sich im September schneller entscheiden, wo ein AI-Max-Test sinnvoll ist und wo nicht.
3. Performance-Planung enger mit Budgetfreigaben verknüpfen. Wenn Google Budget- und Gebotsänderungen im Performance Planner besser prognostizierbar macht, sollten Teams ihre Freigabeprozesse darauf ausrichten. Statt nur mehr Budget zu beantragen, lässt sich künftig begründen, mit welcher erwarteten Wirkung eine Anpassung verbunden ist. Das ist besonders hilfreich für Geschäftsführung, Vertrieb und Finance.
4. Reporting auf Portfolio-Ebene ergänzen. Wer AI Max testen will, sollte Ergebnisse nicht nur je Kampagne, sondern übergreifend auswerten. Dazu gehören mindestens Kosten, Conversion-Ziele, Ziel-ROI, Volumenverschiebungen und mögliche Nebeneffekte auf andere Suchkampagnen. Bei Bedarf kann eine spezialisierte Leistungsseite wie SEA Paid Hero als Orientierung dienen, welche Steuerungsfragen bei komplexeren Google-Ads-Setups strategisch relevant werden.
Worauf Unternehmen beim September-Rollout achten sollten
Die Ankündigung ist klar, aber noch keine vollständige Produktdokumentation. Entscheidend wird deshalb sein, wie breit die Funktion im September 2026 tatsächlich ausgerollt wird, welche Kontotypen sofort Zugriff erhalten und wie Google die Ergebnisse in der Oberfläche visualisiert. Unternehmen sollten nicht davon ausgehen, dass jeder Account die neuen Tests am ersten Tag vollständig nutzen kann.
Ebenso wichtig ist die saubere Erfolgsmessung. Ein A/B-Test über mehrere Search-Kampagnen ist nur dann sinnvoll, wenn die zugrunde liegenden Conversion-Daten stabil sind. Wer bei Attribution, Importen oder Zieldefinitionen noch Unschärfen hat, sollte diese zuerst bereinigen. Auch flankierende Datenquellen wie die Google Search Console bleiben wichtig, um Veränderungen im Suchverhalten, bei Landingpages und bei der Nachfrageentwicklung parallel zu beobachten.
Für operative Teams bedeutet das: Nicht jede neue Automatisierungsfunktion sollte sofort flächendeckend aktiviert werden. Sinnvoller ist ein kontrollierter Einstieg mit klaren Hypothesen, festen Testzeiträumen und eindeutigen Abbruchkriterien. Gerade weil Google Budgets und ROI-Ziele als Testdimension nennt, sollten Unternehmen vorher definieren, welche Zielwerte sie als akzeptabel ansehen und bei welchen Abweichungen ein Test gestoppt oder angepasst wird.
Quelle und Einordnung
Primärquelle ist der Beitrag Make AI Max work for your business with new testing and planning tools im Google Ads & Commerce Blog vom 20. August 2026. Google nennt darin drei belastbare Punkte: kampagnenübergreifende A/B-Tests für unterschiedliche Budgets und ROI-Ziele, Tests mit aktivierten Marken- und Standortkontrollen sowie einen erweiterten Performance Planner für Gebots- und Budgetänderungen. Weitergehende Aussagen zu Verfügbarkeit, Benchmarks oder konkreten Leistungssteigerungen enthält die Quelle nicht. Entsprechend sollten Unternehmen die Meldung als wichtige Produktankündigung mit klarem Praxisbezug, aber noch ohne vollständige Detailtiefe einordnen.
FAQ
Was ist an der Google-Meldung neu?
Neu sind vor allem A/B-Tests über mehrere Search-Kampagnen hinweg innerhalb von AI Max. Zusätzlich sollen Tests mit Marken- und Standortkontrollen möglich sein, und der Performance Planner soll Budget- und Gebotsänderungen direkter auf bestehende Kampagnen beziehen.
Ab wann sollen die neuen AI-Max-Tests verfügbar sein?
Google nennt in der Quelle September 2026 als Rollout-Zeitraum für die neuen kampagnenübergreifenden A/B-Tests.
Für wen ist die Änderung besonders relevant?
Vor allem für Unternehmen mit mehreren Search-Kampagnen, regionaler Steuerung, klaren Markenanforderungen oder höherem Abstimmungsbedarf bei Budget- und ROI-Zielen.
Was sollten Marketingteams sofort tun?
Jetzt sinnvoll sind eine Prüfung der Kampagnenstruktur, die Dokumentation aktiver Guardrails, die Vorbereitung belastbarer Reporting-KPIs und eine klare Testlogik für den angekündigten September-Rollout.
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