Amazon Ads Reporting Migration: Was Unternehmen jetzt sichern müssen

Amazon Ads stellt seine bisherigen Bereiche für Sponsored Ads Reports und Amazon DSP Reports zum 31. Dezember 2026 endgültig ab. Laut dem offiziellen Hilfeeintrag von Amazon Ads, zuletzt aktualisiert am 13. August 2026, werden danach alle noch nicht migrierten gespeicherten Berichte, Zeitpläne und historischen Daten auf den alten Seiten dauerhaft gelöscht. Für Unternehmen, Agenturen und Inhouse-Teams ist das keine bloße Produktnotiz, sondern eine operative Frist mit direkter Wirkung auf Reporting, Auswertungen und wiederkehrende Entscheidungsroutinen.
Inhaltsverzeichnis
Was Amazon Ads angekündigt hat
Die Kernaussage der offiziellen Quelle ist eindeutig: Die bisherigen Report Center für Sponsored Ads und Amazon DSP laufen aus, und Amazon verweist auf die neue zentrale Reporting-Seite unter Measurement and Reporting > Reporting. Dort sollen bestehende Reports künftig neu aufgebaut oder migriert werden.
Besonders relevant ist der veröffentlichte Zeitplan. Seit dem 8. Juni 2026 können Teams laut Amazon ihre gespeicherten und geplanten Reports manuell in die neue Reporting-Umgebung überführen. Für Ende August 2026 kündigt Amazon zusätzlich ein Self-Migration-Tool an. Ab dem 17. Dezember 2026 sollen auf den alten Report-Seiten keine neuen Berichte mehr erstellt und bestehende Berichte nicht mehr bearbeitet werden können. Die alten Bereiche bleiben dann nur noch im Lesemodus verfügbar. Am 31. Dezember 2026 folgt die endgültige Abschaltung.
Damit ist die Lage klar: Wer die Umstellung zu lange vertagt, riskiert nicht nur Mehraufwand im Dezember, sondern im schlechtesten Fall den Verlust historischer Daten und den Ausfall eingespielter Reporting-Strecken.
Warum die Entwicklung für Unternehmen relevant ist
Viele Marketingteams behandeln Amazon-Reporting als laufende Infrastruktur. Wöchentliche Performance-Reports, Monatsauswertungen, Kundenreportings, Forecasts oder Budgetgespräche hängen oft an gespeicherten Berichtsvorlagen und geplanten Exporten. Wenn genau diese Objekte nicht automatisch weiterlaufen, entsteht ein Risiko, das sich erst dann zeigt, wenn wichtige Zahlen plötzlich fehlen.
Das betrifft nicht nur operative Werbesteuerung, sondern auch angrenzende Analyseprozesse. Wer Report-Exporte aus Amazon Ads in Dashboards, Tabellen, BI-Workflows oder andere Systeme überführt, sollte die Umstellung deshalb als Prozessänderung verstehen. Je nach Setup müssen Spalten, Report-Logiken, Frequenzen und Verantwortlichkeiten überprüft werden. Unternehmen mit komplexeren Auswertungen können das zum Anlass nehmen, ihr Web-Analytics-Setup und die Verbindung zwischen Kampagnendaten, Conversion-Auswertung und Management-Reporting sauberer zu strukturieren.
Hinzu kommt ein zweiter Punkt: Amazon nennt ausdrücklich nicht nur gespeicherte Reports, sondern auch geplante Reports und historische Daten. Das erhöht den Handlungsdruck. Es geht also nicht nur darum, neue Vorlagen anzulegen, sondern auch darum, alte Abhängigkeiten rechtzeitig sichtbar zu machen und zu entscheiden, welche Berichte weiterhin gebraucht werden.
Welche Fristen Marketingteams jetzt kennen sollten
8. Juni 2026: manuelle Migration startet
Seit diesem Datum können Unternehmen laut Amazon ihre bestehenden Reports manuell in die neue Reporting-Seite übertragen. Das ist der Zeitpunkt, ab dem Teams ihre Bestandsaufnahme nicht mehr aufschieben sollten.
Ende August 2026: Self-Migration-Tool angekündigt
Amazon beschreibt für Ende August 2026 die Bereitstellung eines Self-Migration-Tools. Das kann den Aufwand für viele Teams reduzieren, ersetzt aber keine fachliche Prüfung. Auch mit Tool bleibt zu klären, welche Reports geschäftskritisch sind und wie deren Ergebnisse künftig validiert werden.
17. Dezember 2026: alte Seiten werden schreibgeschützt
14 Tage vor dem finalen Stichtag will Amazon die Erstellung neuer Reports und die Bearbeitung bestehender Reports auf den alten Seiten deaktivieren. Ab diesem Datum bleiben die bisherigen Report Center nur noch lesbar.
31. Dezember 2026: Abschaltung und Löschung
Zum Jahresende werden die alten Report Center laut Quelle dauerhaft stillgelegt. Nicht migrierte gespeicherte Reports, Zeitpläne und historische Daten werden gelöscht. Genau dieser Punkt macht die Meldung für Unternehmen so relevant: Es handelt sich nicht nur um eine UI-Änderung, sondern um einen verbindlichen Endpunkt.
Was Unternehmen jetzt konkret tun sollten
1. Alle gespeicherten Reports und Zeitpläne inventarisieren
Der erste sinnvolle Schritt ist eine vollständige Liste aller Reports, Abonnements und geplanten Exporte aus Sponsored Ads und Amazon DSP. Dazu gehören auch Empfängerlisten, Reporting-Frequenzen und nachgelagerte Dateien oder Dashboards. Ohne diese Übersicht bleibt unklar, was tatsächlich migriert werden muss. Wer solche Abläufe sauber dokumentieren will, findet dafür auch Anregungen in unseren Hinweisen zu PPC Reporting Free Tools.
2. Kritische Kennzahlen und Report-Zwecke priorisieren
Nicht jeder alte Report muss unverändert weiterleben. Marketingteams sollten jetzt trennen zwischen geschäftskritischen Berichten, reinen Komfort-Exports und Altlasten, die kaum noch genutzt werden. Das spart Aufwand und reduziert das Risiko, überholte Routinen in die neue Struktur mitzuschleppen.
3. Die neue Reporting-Seite früh im Parallelbetrieb testen
Wer bis Dezember wartet, nimmt sich den Spielraum für Vergleiche. Sinnvoller ist es, wichtige Reports schon in den nächsten Wochen auf der neuen Seite nachzubauen und Ergebnisse parallel zu prüfen. Dabei geht es nicht nur um technische Vollständigkeit, sondern auch um die Frage, ob Metriken, Filter und Exportlogiken im Alltag wirklich den bisherigen Anforderungen entsprechen. Für Teams, die Kampagnenleistung stärker mit Analysewerten verknüpfen, ist dabei ein solides Verständnis von Google Analytics und anderen Messgrundlagen hilfreich.
4. Zuständigkeiten für Migration und Qualitätskontrolle festlegen
Die Umstellung ist kein Task, der nebenbei laufen sollte. Es braucht klare Verantwortliche für Inventur, Neuaufbau, Freigabe und Validierung. Gerade Agenturen und größere Unternehmen sollten definieren, wer bei Abweichungen entscheidet, welche Reports in welcher Form künftig Standard werden und wie Reporting-Ausfälle vor dem Jahresende ausgeschlossen werden.
5. Historische Daten und externe Abhängigkeiten absichern
Da Amazon die Löschung nicht migrierter historischer Daten ausdrücklich nennt, sollten Teams prüfen, welche Daten zusätzlich außerhalb der alten Report Center archiviert werden müssen. Das gilt besonders dann, wenn Berichte in Forecasting, Performance-Reviews oder Jahresvergleiche einfließen. Wenn Amazon-Ads-Daten einen wesentlichen Teil Ihrer kanalübergreifenden Steuerung bilden, kann vor der Umstellung auch ein strukturiertes SEA Audit sinnvoll sein.
Strategische Einordnung
Die Änderung passt in eine breitere Entwicklung: Werbeplattformen konsolidieren Reporting, Automatisierung und Auswertung stärker in zentrale Oberflächen. Für Unternehmen kann das Vorteile bringen, wenn weniger manuelle Brücken zwischen getrennten Report-Bereichen nötig sind. Kurzfristig entsteht aber fast immer Migrationsaufwand. Genau deshalb sollte die Amazon-Ankündigung nicht erst als Dezember-Thema behandelt werden.
Für Geschäftsführung und Marketingverantwortliche lautet die praktische Schlussfolgerung: Prüfen Sie jetzt nicht nur, ob Sie migrieren müssen, sondern welche Reporting-Prozesse geschäftskritisch sind, wer sie verantwortet und wie Sie die Funktionsfähigkeit vor dem Jahresende absichern. Wer das früh angeht, vermeidet Datenverlust und reduziert das Risiko, dass 2027 mit Lücken im Werbereporting startet.
Quelle und Einordnung
Primärquelle ist der offizielle Amazon-Ads-Hilfeeintrag Migrate your sponsored ads and Amazon DSP reports. Dort nennt Amazon unter anderem die manuelle Migrationsphase seit dem 8. Juni 2026, ein angekündigtes Self-Migration-Tool für Ende August 2026, die Umstellung auf Read-only am 17. Dezember 2026 sowie die Abschaltung der alten Report Center zum 31. Dezember 2026.
FAQ
Welche Amazon-Report-Bereiche sind betroffen?
Laut Amazon betrifft die Abschaltung die bisherigen Bereiche für Sponsored Ads Reports und Amazon DSP Reports.
Was passiert am 17. Dezember 2026?
Ab diesem Datum sollen auf den alten Report-Seiten keine neuen Reports mehr erstellt und bestehende Reports nicht mehr bearbeitet werden können. Die Seiten bleiben dann nur noch im Lesemodus verfügbar.
Was geht zum 31. Dezember 2026 verloren, wenn nichts migriert wird?
Amazon nennt ausdrücklich gespeicherte Reports, geplante Reports beziehungsweise Zeitpläne und historische Daten auf den alten Seiten.
Haben Sie Fragen?
Wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben oder Unterstützung für Ihr Online Marketing suchen, schreiben Sie uns gerne.
