Waze Ads starten in DACH: Neue Chancen für lokale Unternehmen

Google hat Waze Ads über die USA hinaus auf 42 Märkte ausgeweitet. Deutschland, Österreich und die Schweiz stehen auf der aktuellen Liste der unterstützten Länder. Für Unternehmen mit Filialen, Verkaufsstellen oder anderen physischen Standorten entsteht damit eine zusätzliche Werbefläche entlang realer Fahrtrouten. Die Auslieferung erfolgt jedoch nicht als eigenständige Waze-Kampagne, sondern über Performance Max für Ladenziele.
Inhaltsverzeichnis
Was Google bei Waze Ads geändert hat
Waze war bereits als mögliches Inventar für lokale Google-Kampagnen bekannt, die breite Verfügbarkeit war bislang jedoch auf die USA begrenzt. In der aktuellen englischen Google-Ads-Hilfe nennt Google nun 42 unterstützte Märkte. Neben Deutschland gehören auch Österreich und die Schweiz dazu. Damit ist der gesamte DACH-Raum abgedeckt.
Die Anzeigen erscheinen in Waze als beworbene Orte auf der Fahrtroute. Sichtbar ist ein quadratischer, gebrandeter Pin. Tippen Nutzer darauf, können sie wichtige Informationen zum Standort und eine Wegbeschreibung aufrufen. Das Format setzt genau in dem Moment an, in dem Menschen unterwegs sind oder Orte in ihrer Nähe erkunden.
Google bindet dieses Inventar in Performance-Max-Kampagnen für Ladenziele ein. Voraussetzung ist laut Hilfeseite, dass die Kampagne auf Ladenbesuche, Ladenverkäufe oder lokale Aktionen wie Wegbeschreibungen bietet. Waze Ads lassen sich damit nicht losgelöst von den übrigen Google-Kanälen buchen. Gebote, Placements und Asset-Kombinationen werden im Rahmen der Performance-Max-Kampagne automatisiert optimiert.
Warum Waze Ads für lokale Unternehmen relevant sind
Die neue Reichweite ist besonders für Händler, Gastronomie, Filialdienstleister, Autohäuser, Freizeitanbieter und andere Unternehmen mit besuchbaren Standorten interessant. Anders als klassische Suchanzeigen erreichen beworbene Orte Menschen in einer konkreten mobilen Situation: Sie fahren bereits, planen eine Route oder prüfen Ziele in ihrer Umgebung.
Das kann die bestehende lokale Ansprache sinnvoll ergänzen. Unternehmen sollten Waze aber als weiteres Inventar innerhalb eines automatisierten Kampagnensystems betrachten, nicht als isolierten neuen Kanal. Wer Performance Max einsetzt, gibt Google Spielraum bei der Verteilung von Budget und Auslieferung. Eine saubere Zieldefinition und belastbare Conversion-Daten werden deshalb noch wichtiger. Grundlagen zur strukturierten Kampagnenplanung bietet unser Beitrag zur Planung einer SEA-Kampagne.
Auch die Datenbasis rund um die Standorte entscheidet über die Qualität der Auslieferung. Google verlangt, dass die zu bewerbenden Standorte über ein verknüpftes Unternehmensprofil oder Affiliate-Standorte ausgewählt werden. Falsche Öffnungszeiten, veraltete Adressen oder unklare Standortgruppen können dazu führen, dass Nutzer zwar eine Anzeige sehen, am Ziel aber keine passende Erfahrung vorfinden.
Was Marketingteams jetzt prüfen sollten
1. Standort-Assets und Filialdaten kontrollieren
Prüfen Sie zunächst, welche Standorte tatsächlich mit dem Google-Ads-Konto verbunden sind. Adressen, Öffnungszeiten, Telefonnummern und Landingpages sollten aktuell sein. Strukturieren Sie Standorte nach Regionen oder Geschäftstypen, wenn Angebote, Budgets oder Öffnungszeiten voneinander abweichen. Für die lokale Sichtbarkeit außerhalb bezahlter Kampagnen lohnt sich parallel ein Blick auf die Grundlagen einer Local-SEO-Strategie.
2. Lokale Conversion-Ziele sauber auswählen
Kontrollieren Sie auf Konto- und Kampagnenebene, ob Ladenbesuche, Ladenverkäufe oder Wegbeschreibungsaktionen als relevante Ziele eingerichtet sind. Nicht jede verfügbare Conversion sollte automatisch zur Gebotssteuerung beitragen. Dokumentieren Sie, welches Geschäftsziel die Kampagne verfolgt und welche Signale dafür geeignet sind. Änderungen an Zielen sollten nicht gleichzeitig mit großen Budgetänderungen erfolgen, wenn Sie ihre Wirkung später nachvollziehen möchten.
3. Waze-Inventar in Berichten beobachten
Prüfen Sie nach dem Rollout, ob und in welchem Umfang Waze in der Kanalleistungsansicht erscheint. Vergleichen Sie nicht nur Klicks, sondern vor allem lokale Aktionen und nachgelagerte Geschäftsergebnisse. Bei Filialunternehmen sollte die Auswertung zusätzlich nach Region oder Standortgruppe erfolgen. Hinweise für eine standortbezogene Datenanalyse finden Sie im Beitrag Google Analytics für lokale Unternehmen.
4. Mit einem kontrollierten Test starten
Leiten Sie aus der neuen Verfügbarkeit nicht automatisch eine Budgeterhöhung ab. Definieren Sie zunächst eine Testphase mit stabilen Zielen, unveränderten Standortdaten und einem klaren Vergleichszeitraum. Beobachten Sie dabei, ob zusätzliche Wegbeschreibungen oder Ladenbesuche entstehen und ob die Qualität dieser Signale zum Geschäftsmodell passt. Bei mehreren Regionen kann ein schrittweiser Start die Auswertung erleichtern.
5. Creatives für die mobile Situation schärfen
Menschen auf einer Route brauchen andere Informationen als Nutzer in einer ausführlichen Recherchephase. Arbeiten Sie mit klaren Standortvorteilen, verständlichen Angeboten und konsistenten Markenassets. Vermeiden Sie Aussagen, die nur online gelten, wenn der beworbene Ort sie nicht einlösen kann. Wer Unterstützung bei Kampagnenstruktur, Assets und Messung benötigt, findet weitere Informationen auf unserer Seite zur SEA-Agentur für Suchmaschinenwerbung.
Was die Ankündigung nicht bedeutet
Die Ländererweiterung garantiert weder eine bestimmte Reichweite noch zusätzliche Ladenbesuche. Google nennt auf der Hilfeseite keine individuellen Kosten, Mindestbudgets oder Leistungswerte für DACH. Auch lässt sich Waze innerhalb von Performance Max nicht als alleinige Werbefläche buchen. Ob Anzeigen dort erscheinen, hängt von Kampagneneignung, Zielen und Googles automatisierter Auslieferung ab.
Außerdem können lokalisierte Hilfeseiten zeitversetzt aktualisiert werden. Bei unserer Prüfung zeigte die aktuelle englische Fassung die neue Liste mit 42 Märkten, während die deutsche Fassung stellenweise noch den früheren Hinweis auf eine reine USA-Verfügbarkeit enthielt. Unternehmen sollten deshalb die tatsächliche Verfügbarkeit im eigenen Google-Ads-Konto prüfen und sich bei konkreten Entscheidungen an der aktuellen Produktoberfläche und der englischen Primärquelle orientieren.
FAQ zu Waze Ads in DACH
Sind Waze Ads jetzt in Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügbar?
Ja. Google führt alle drei Länder in der aktuellen englischen Liste der unterstützten Märkte für Waze Ads auf. Die Verfügbarkeit erfolgt über geeignete Performance-Max-Kampagnen für Ladenziele.
Kann ein Unternehmen eine reine Waze-Kampagne erstellen?
Die Google-Hilfe beschreibt Waze als Inventar innerhalb von Performance Max für Ladenziele. Eine exklusive Auslieferung nur auf Waze wird dort nicht angeboten.
Welche Kampagnenziele sind relevant?
Google nennt Ladenbesuche, Ladenverkäufe und lokale Aktionen für Wegbeschreibungen. Welche Ziele in einem konkreten Konto verfügbar und sinnvoll sind, hängt von der Einrichtung und den Messvoraussetzungen ab.
Müssen bestehende Performance-Max-Kampagnen sofort angepasst werden?
Nein. Zunächst sollten Teams Standort-Assets, Conversion-Ziele und Berichte prüfen. Budget- oder Strukturänderungen sind erst sinnvoll, wenn die neue Auslieferung im Konto sichtbar ist und sich ihre Wirkung belastbar bewerten lässt.
Quelle und Einordnung
Grundlage dieses Beitrags ist die aktuelle englische Seite About Performance Max for store goals von Google Ads Help. Sie nennt die unterstützten Länder und erläutert die Auslieferung beworbener Orte auf Waze. Aussagen zu möglichen Marketingwirkungen sind redaktionelle Einordnungen; konkrete Leistungswerte oder Garantien veröffentlicht Google dort nicht.
Haben Sie Fragen?
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