Google Ads API v25: Was neue Kampagnenziele und KI-Angaben für Unternehmen bedeuten

Google hat am 22. Juli 2026 die Hauptversion v25 der Google Ads API veröffentlicht. Für Unternehmen ist das nicht nur ein Entwickler-Update: Die neue Version verändert, wie neue Kunden- und Loyalty-Ziele technisch abgebildet werden, macht Angaben zu KI-generierten Anzeigeninhalten jetzt tatsächlich beschreibbar und erweitert das Reporting für Shorts-Anzeigen auf YouTube. Wer Google Ads über eigene Integrationen, Skripte, Dashboards oder MarTech-Anbindungen steuert, sollte die Änderungen kurzfristig prüfen.
Inhaltsverzeichnis
Was wurde mit Google Ads API v25 angekündigt?
Laut den offiziellen Release Notes von Google for Developers ist v25 eine Major-Version mit Breaking Changes und funktionalen Erweiterungen. Das ist wichtig, weil bei Hauptversionen nicht nur neue Felder hinzukommen, sondern auch bestehende Ressourcen, Services und Request-Strukturen entfallen oder sich technisch anders verhalten.
Besonders relevant sind drei Blöcke. Erstens baut Google die bisherige Logik rund um Lifecycle Goals um. Ältere Ressourcen wie CustomerLifecycleGoal und CampaignLifecycleGoal entfallen und werden in ein neues, vereinheitlichtes Goal-Schema überführt. Zweitens sind die Felder für synthetic_content_info bei Assets und Anzeigen nun in v25 vollständig mutierbar. Drittens ergänzt Google neue Reporting-Signale für YouTube-Shorts, darunter Kommentare, Likes und Shares.
Zusätzlich führt Google neue Konfigurationsmöglichkeiten für Loyalty-Retention-Ziele ein. Damit wird klar, dass die API stärker auf Ziel- und Wertlogiken ausgerichtet wird, die über klassische Conversion-Optimierung hinausgehen. Für Teams mit individueller Kampagnensteuerung ist das ein struktureller Eingriff, nicht nur ein kleines Feature-Update.
Warum ist die Entwicklung für Unternehmen relevant?
Viele Unternehmen nutzen die Google Ads API nicht direkt im Tagesgeschäft, sind aber trotzdem betroffen. Das gilt zum Beispiel dann, wenn Agenturen interne Tools einsetzen, wenn Kampagnen über Skripte oder Dashboards angereichert werden oder wenn CRM-, Lead- und Reporting-Systeme Daten automatisiert mit Google Ads austauschen. Genau an diesen Stellen können Major-Releases zu Fehlern, unvollständigen Reports oder nicht mehr laufenden Automationen führen.
Die Änderung an den Kampagnen- und Neukundenzielen ist vor allem für Accounts relevant, die mit automatisierter Zielsteuerung arbeiten. Google verlagert die Konfiguration in ein einheitlicheres Goal-Modell. Dadurch müssen Integrationen angepasst werden, die bisher mit älteren Lifecycle-Ressourcen gearbeitet haben. Wer solche Übergänge zu spät bemerkt, riskiert fehlerhafte Setups bei Kampagnen, die auf Neukundengewinnung oder wertorientierte Zielgruppenoptimierung ausgerichtet sind.
Ebenso relevant ist die neue Mutierbarkeit von Angaben zu KI-generierten Inhalten. Google hatte die technische Oberfläche dafür schon vorher sichtbar gemacht, aber laut Release Notes waren bestimmte Advertiser-Attestation-Felder bisher nicht beschreibbar. Mit v25 ändert sich das. Für Unternehmen bedeutet das: Prozesse zur Kennzeichnung, Freigabe und Governance von KI-gestützten Creatives werden technischer und operativer Teil des Kampagnenbetriebs.
Auch die neuen Shorts-Metriken sind kein Nebenaspekt. Kommentare, Likes und Shares geben Werbetreibenden zusätzliche Signale zur Nutzerreaktion auf Video-Creatives. Wer YouTube oder Shorts nicht nur auf Reichweite, sondern auf Werbewirkung und Resonanz auswerten will, erhält damit eine breitere Datenbasis für Reporting und Optimierung.
Welche konkreten Änderungen nennt Google?
1. Neues Schema für New Customer Acquisition und Loyalty Retention
Google beschreibt, dass ältere Lifecycle-Goal-Ressourcen entfernt werden. Neue-Kunden-Ziele werden künftig über Felder im Goal-Objekt und in CampaignGoalConfig modelliert. Zusätzlich kommt mit LOYALTY_RETENTION ein eigener GoalType hinzu. Das deutet auf eine stärkere Vereinheitlichung von Akquisitions- und Bindungslogiken in der Kampagnensteuerung hin.
Für Unternehmen mit eigenem Setup heißt das: Kampagnenziele sollten nicht nur fachlich, sondern auch technisch neu gemappt werden. Wer bereits API-basierte Automationen für Neukundenstrategien einsetzt, muss prüfen, ob Ressourcen, Feldnamen und Validierungslogiken noch sauber verarbeitet werden.
2. KI-Angaben in Anzeigen werden operativ wichtiger
In den Release Notes nennt Google ausdrücklich, dass Asset.synthetic_content_info und Ad.synthetic_content_info jetzt vollständig mutierbar sind. Damit lassen sich Attestationen zu KI-generierten Werbeinhalten nicht mehr nur vorbereiten, sondern praktisch in Workflows integrieren. Für Marketingteams ist das vor allem dort relevant, wo Creative-Produktion, Freigaben und Compliance zusammenlaufen.
Je stärker Anzeigenvarianten automatisiert erzeugt oder durch KI-Unterstützung angepasst werden, desto wichtiger wird eine dokumentierte Kennzeichnungslogik. Das betrifft nicht nur große Werbeplattformen oder SaaS-Anbieter, sondern auch Agenturen und Inhouse-Teams, die generative Tools in ihre Creative-Prozesse eingebaut haben.
3. Mehr Reporting-Tiefe für YouTube Shorts
Google ergänzt mit v25 laut Release Notes die Metriken youtube_comments, youtube_likes und youtube_shares. Diese Kennzahlen stehen für Reports auf mehreren Ebenen bereit, unter anderem für Kampagnen, Ad Groups, Assets und Videos. Zusätzlich kommt mit ad_sub_format_type ein neues Segment für die differenzierte Auswertung bestimmter non-skippable In-Stream-Formate hinzu.
Für Unternehmen mit starkem Video- oder Social-Advertising-Anteil ist das ein praktischer Fortschritt. Bisher wurden Performance-Daten häufig auf Impressionen, Klicks oder Conversion-Ziele reduziert. Die neuen Metriken helfen, Creative-Resonanz und Formatwirkung sauberer einzuordnen.
Was sollten Marketingteams jetzt prüfen oder tun?
- Prüfen Sie alle internen oder externen Integrationen, die mit Google Ads API-Versionen, Kampagnenzielen oder Lifecycle-Goal-Ressourcen arbeiten. Das betrifft auch Agenturtools, BI-Dashboards und Middleware.
- Vergleichen Sie bestehende Logiken für Neukundenoptimierung mit dem neuen Goal-Schema in v25. Wenn Felder oder Services aus älteren Versionen referenziert werden, sollte die Umstellung geplant und getestet werden.
- Dokumentieren Sie, wie Ihr Team KI-generierte Anzeigeninhalte kennzeichnet. Falls Creatives automatisiert erzeugt oder angereichert werden, sollte die neue Mutierbarkeit der Attestation-Felder bewusst in Freigabeprozesse aufgenommen werden.
- Erweitern Sie Reporting-Setups für Shorts-Kampagnen um Kommentare, Likes und Shares. So lassen sich Creative-Tests und Performance-Bewertungen besser von reinen Conversion-Signalen trennen.
- Wenn Sie Google Ads operativ ausbauen oder sauberer strukturieren wollen, lohnt sich ein Blick auf unsere Leistungsseite SEA Paid Hero sowie auf den Beitrag Google Ads Editor, um Setups und Kampagnenprozesse robuster aufzubauen.
Quelle und Einordnung
Die Grundlage dieses Beitrags sind die offiziellen Release Notes von Google for Developers zur Google Ads API v25 vom 22. Juli 2026. Für die operative Einordnung ist wichtig: Nicht jede Änderung betrifft jedes Werbekonto direkt. Besonders relevant ist das Update für Unternehmen, Agenturen und MarTech-Teams, die Google Ads über eigene Integrationen, Automationen oder Reporting-Strecken mit anderen Systemen verbinden.
Wer parallel die Sichtbarkeit seiner Inhalte in KI-geprägten Such- und Antwortumgebungen beobachtet, sollte zudem die Verbindung zwischen Ads, Reporting und KI-Output nicht isoliert betrachten. Passend dazu ist auch unser KI Sichtbarkeits Audit relevant, wenn Unternehmen ihre Präsenz in neuen KI-Oberflächen systematischer bewerten möchten.
FAQ
Ist Google Ads API v25 nur für Entwickler relevant?
Nein. Technisch umgesetzt wird die Änderung zwar meist von Entwicklern oder Tool-Anbietern, die Auswirkungen treffen aber auch Agenturen, Inhouse-Teams, Reporting-Verantwortliche und Unternehmen mit automatisierten Kampagnenprozessen.
Was ist die wichtigste Änderung aus Unternehmenssicht?
Das hängt vom Setup ab. Besonders relevant sind das neue Goal-Schema für Neukunden- und Loyalty-Ziele, die jetzt praktisch nutzbaren Angaben zu KI-generierten Anzeigeninhalten und die erweiterten Shorts-Metriken im Reporting.
Müssen alle Werbetreibenden sofort handeln?
Nicht jedes Konto muss sofort umgebaut werden. Wer jedoch mit API-basierten Integrationen, individuellen Dashboards oder automatisierter Zielsteuerung arbeitet, sollte die Umstellung zeitnah analysieren und in einer Testumgebung prüfen.
Welche Rolle spielen die neuen Shorts-Metriken?
Kommentare, Likes und Shares helfen dabei, die Resonanz auf Video-Creatives besser einzuordnen. Für Teams, die YouTube Shorts strategisch einsetzen, verbessert das die Bewertung von Werbewirkung und Creative-Performance.
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